Guter Unterricht -
Wie definiert man den?
Je mehr Menschen man fragt, umso mehr unterschiedliche Antworten wird man auf diese Frage erhalten. Meiner Meinung nach gibt es bestimmte Eckpfeiler, auf die man als Trainer aufbauen sollte. Diese sind:
- die Basis ist das Wichtigste, denn was zu Beginn versäumt wird, kostet später ein Vielfaches an Einsatz.
- Individualität - jedes Pferd ist ein Individuum mit Stärken und Schwächen, körperlichen und seelischen Bedürfnissen, genauso wie auch jeder Reiter bestimmte Dinge gut kann, während andere ihm wirklich schwer fallen.
- Fairness - der Unterricht muss pferdefreundlich sein, schonend und gesund fürs Pferd, frei von Gewalt, respektvoll und motivierend.
- Wissensvermittlung - der "Schüler"/ die "Schülerin" darf alle Fragen stellen, die ihm/ ihr einfallen und die Antwort muss dazu führen, das er/ sie versteht, warum etwas genauso ist. Sein/ Ihr Wissen sollte im Laufe der Unterrichtseinheiten wachsen und dazu führen, das er/ sie Lust bekommt selber mehr Wissen erlangen zu wollen (Selbststudium durch Lesen, Videos gucken, beim Unterricht von anderen Zugucken, an Seminaren teilnehmen, etc.).
Was muss der "Lehrer"/ die "Lehrerin" mitbringen, um das zu erreichen:
- Erfahrungen mit vielen verschiedenen Pferden
- einen großen Vorrat an Ideen und Übungen
- Hintergrundwissen zu Anatomie, Biomechanik, Psychologie, Lernverhalten von Pferd und Reiter
- Einfühlungsvermögen - flexibel, engagiert und mit dem nötigen Wissen die individuellen Bedürfnisse eines jeden Pferd-Mensch-Paares zu erkennen
Ein guter Unterricht lässt Pferd und Mensch leuchten und eins werden, egal auf welchem Niveau, ob im Sattel oder in der Freiarbeit und Bodenarbeit.
Nur, wo Leichtigkeit vorhanden ist, kann Harmonie entstehen.
Foto: Lisa Therman | Foto: Lisa Thermann |
Foto: Carolin Klose | Foto: Lisa Thermann |



